Info über Neroth
Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Landkreis:
Vulkaneifel
Verbandsgemeinde:
Gerolstein
Höhe:
470 m ü. NN
Einwohner:
923 (Stand Dez. 2013)
(1. und 2. Wohnsitz)
Postleitzahl: 54570
Kfz-Kennzeichen: DAU
Webpräsenz:
www.neroth.de
Ortsbürgermeister:
Egon Schommers


Der Kirchenchor von St. Wendelinus, Neroth, bei einem Ausflug nach Luxemburg

 

Der Kirchenchor Neroth blickt auf eine mehr als 100jährige Geschichte zurück: Er besteht als Einrichtung der Kirchengemeinde St. Wendelinus in der Diözese Trier seit Ende des 19. Jahrhunderts.

Seine Hauptaufgabe bestand immer in der Pflege der Kirchenmusik an Sonn- und Feiertagen.  Dabei ging es um die Aufrechterhaltung des Gregorianischen Chorals, des deutschen Kirchenliedes, des neuen geistlichen Liedes (seit dem 2. Vatikanischen Konzil 1962-1965) und dem Psalmengesang. Zudem wurden mehrstimmige Messen und Chorsätze aus verschiedenen Stilepochen der Kirchenmusik einstudiert und vorgetragen.

 

Überpfarrliche Veranstaltungen wie Advents- und Weihnachtskonzerte, Gesangsvorträge in Altenheimen und Klöstern, das Maiansingen sowie die Mitgestaltung der Messe im Pilgerort in Barweiler (Kreis Ahrweiler) gehörten ebenso zu den Aktivitäten des Kirchenchores.

Nachweise für die bereits 133 jährige Existenz des Kirchenchores sind ersichtlich aus dem Journal der Pfarrkirche Neroth. Dieses Journal wurde im Jahre 1861 vom Lehrer und Kirchenrechner Peter Michels  angelegt. Daraus ging hervor,  dass Musikalien Bücher  (14 Stück) beim Pastor von Manderscheid am 16.Dezember 1876 mitbestellt wurden.

Hier weitere Auszüge aus dem Kirchenjournal:  

  1878 wurde dem Chor mit 17 Sängern ein Honorar von 6 RM gezahlt.

 Am 09. Mai 1880 wurde für die Messen des Hl. Quirinus von 1878 und 1879 ein Honorar  von 12 RM gezahlt

 Am 03. März 1896 wurde ein Küster- und Chordirigentenentgelt für das Kirchenjahr 1894/95 in Höhe von 150 RM gezahlt.

Von älteren Nerother Bürgern ist überliefert, dass ihre Eltern bzw. Großeltern 1911 im Kirchenchor in Neroth mitsangen.

Von 1921 bis 1946 ist nicht belegt, ob und wie der Nerother Kirchenchor bestand.

Aus mündlicher Überlieferung ist jedoch bekannt, dass der Küster und Organist Peter Brokonier von 1937 bis 1946 eine Männerschola leitete, welche an den Feiertagen und Hochfesten sang.

Nach dem Krieg, 1946, kam Pastor Nikolaus May nach Neroth. Zusammen mit Lehrer Schiffels gründete er den Chor neu. Die Pfarrei Neroth besaß bis zum Jahr 1947 nur ein Harmonium. Dieses wurde ersetzt durch eine Orgel. Diese Orgel unterstützte den Chor und die Gemeinde bis zum Umbau der Kirche im Jahr 1964. Mit Beendigung der Kirchenerweiterung wurde sie nach Oberstadtfeld verkauft. Daraufhin bekam die Kirchegemeinde eine neue Orgel.

Lehrer Schiffels leitete den Chor bis ihn Lehrer Fritz Reiber übernahm und bis 1953 leitete.

Von 1953 an leiteten die Lehrer Albert Brand, Alois Meyers und Hans Holbach den Kirchenchor.

Im einzelnen ist nicht bekannt, wie lange jeder von Ihnen die Chorleitung innehatte.

1978 übernahm Peter Heck als Organist und Chorleiter den Kirchenchor. Er verstarb viel zu früh mit 60 Jahren am 16. September 2000. Peter Heck schrieb während seiner schweren Krankheit die“ Nerother Messe“ für die  Kirchengemeinde. Diese Messe sang der Kirchenchor auf seiner Beerdigung. Bis heute wird die Nerother Messe immer wieder zu besonderen Anlässsen aufgeführt

Seit Peter Hecks Tod leitet Wolfgang Plattes als Organist und Chorleiter den Kirchenchor.

Getreu den Worten von Klaus Vellguth „Als die Worte versagten und das Gebet über die Tücke der Grammatik stolperte, erfanden fromme Menschen die Kirchenmusik“ musiziert der Chor bis heute aktiv in der Kirchengemeinde.