Info über Neroth
Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Landkreis:
Vulkaneifel
Verbandsgemeinde:
Gerolstein
Höhe:
470 m ü. NN
Einwohner:
923 (Stand Dez. 2013)
(1. und 2. Wohnsitz)
Postleitzahl: 54570
Kfz-Kennzeichen: DAU
Webpräsenz:
www.neroth.de
Ortsbürgermeister:
Egon Schommers


Am Fuße des Nerother Kopfes liegt Neroth. Das Dorf der Mausfallskrämer und Drahtbinder blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

1388 wurde es erstmals erwähnt, es bestand aus den Siedlungen Niederroth und Oberroth und Hundswinkel, die beide aber später aufgegeben wurden. Über lange Zeit hatten in Neroth mehrere „Herren“ das Sagen, Erzbischof und Kurfürst von Trier, das Kloster Himmerod und auch die Herren von Lissingen hatten hier ihre Lehensleute. Neroth war Sitz eines Hochgerichtes, Kapitalverbrechen wurden hier verhandelt, wenn nötig wurde sogar ein Galgen hier errichtet. Noch heute kündet die Waage im Nerother Wappen von dieser Zeit der Gerichtsbarkeit.

Als Ende des 18. Jahrhunderts dann die Franzosen die Herrschaft über das linksrheinische Gebiet übernahmen, änderten sich auch in Neroth die wirtschaftlichen Grundlagen der Bewohner. Durch das neue französische Erbrecht wurden der Landbesitz der Familien als wirtschaftliche Grundlage immer weniger, ein Zuverdienst musste her, wollte man nicht das Auswandern wählen. In dieser Zeit brachte der Nerother Dorfschullehrer Kläs das Drahtbindehandwerk nach Neroth, das bis in die Zeiten nach dem 2. Weltkrieg hier Bestand hatte. Heute erzählt das weltweit einzigartige Mausefallenmuseum von der Zeit der Nerother Drahtbinder und Mausfallskrämer, die den Namen Neroths in alle Welt trugen.

Zur Bekanntheit Neroths trugen dann aber auch die Nerother Wandervögel bei, die vor fast 100 Jahren in der Mühlsteinhöhle am Fuße der Ruine Freudenkoppe auf dem Nerother Kopf gegründet wurden.